|

Menschen mit Zuwanderungshintergrund sind „auf dem deutschen Arbeitsmarkt und im Bildungssektor nach wie vor benachteiligt“. Ihre Situation sei „dramatisch“, urteilt die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer, die heute in Berlin einen Bericht zur Lage der in Deutschland lebenden Ausländer öffentlich gemacht hat. Auf den „Großbaustellen der Integration“, die da heißen: Arbeitslosigkeit und Bildungsdefizite von Zuwanderern, soll in den nächsten Jahren konstruktiv gearbeitet werden. Als ersten Schritt will Frau Böhmer Schulen mit einem hohen Ausländeranteil mehr Lehrer und Sozialarbeiter zuweisen.
Fragt sich nur, wer das bezahlen soll. Und warum Deutschland eine fortgesetzte Zuwanderung relativ schlecht ausgebildeter Menschen ohne realistische Chancen am hiesigen Arbeitsmarkt braucht.
Genau genommen lieg Böhmers Lagebeschreibung nicht allzu weit weg von den spitzen Formulierungen Thilo Sarrazins, der nachteilige Auswirkungen auf den durchschnittlichen Bildungsstand der in Deutschland lebenden Menschen durch ausländische Massenzuwanderung diagnostiziert hat. Sarrazin formuliert nur weniger blumig als Böhmer. Und er verfällt nicht dem Irrglauben, die Problemlösung könnte an Lehrer und Sozialarbeiter delegiert werden.
Aus Böhmers aktuellem Lagebericht läßt sich wieder einmal das Scheitern der multi-kulturellen Utopie herauslesen. Deutschland braucht diesbezüglich einen sofortigen und konsequenten Politikwechsel: Mehr Bildung statt mehr Zuwanderung!
Aktualisiert ( Mittwoch, den 07. Juli 2010 um 18:12 Uhr )
|